Karpfen-Blog, Karpfenangeln, Jahresrückblick, 2015, Karpfgenprofis

Endlich am Wasser! Jeder kennt diesen Moment....
Jeder kennt dieses Gefühl einfach nur Angeln zu wollen. Sie "leben" von Freitag bis Sonntag, der Rest der Woche ist nur ein muss. Ein muss um das Hobby, was zu einem großen Baustein unseres Lebens geworden ist zu finanzieren.
Doch einem ist es egal da man weiß am Freitag geht es wieder bergauf. Wenn pünktlich zum Ende der Schicht alles fallen gelassen wird und man "Urlaub" hat. Urlaub vor dem Alltag.
Man genießt jede Minute, jede Sekunde am Wasser. Man erlebt Höhen aber auch Tiefen bei dem schönsten Hobby was es unserer Meinung nach gibt. Ich meine diese Momente wenn der Bissanzeiger los schreit, das Adrenalin ins Blut gepumpt wird und man alles um einen herum vergisst. Wenn man nach harter Arbeit seinen Zielfisch fängt.


In den nächsten Zeilen möchte ich auf ein brutales Jahr 2015 zurück blicken. Ich verbrachte sehr viel Zeit am Wasser und fing extrem gut. Man entwickelt sich weiter, auch als Angler. Für mich gab es ein paar gewisse Ziele die ich verfolgt habe. Eines dieser Ziele waren ein paar für mich besondere Fische zu fangen in einem See der sehr überfischt ist und glasklares Wasser hat.


Es sah so aus als würde die Saison überhaupt nicht anlaufen an diesem See. Bis in den Mai wurden nur 3 Karpfen gefangen.
Pfingsten stand vor der Tür und es waren 4 Nächte geplant an dem besagten Gewässer. Als ich Freitags am See ankam sah ich nur einen Angler der mir direkt zugewunken hat. Es war ein guter Freund der schon auf mich gewartet hatte denn wir wollten ein paar Tage zusammen fischen. Die Sachen wurden schnell zur Stelle gebracht und die Ruten wurden schnell gelegt. Ich lief auf eine der 2 Inseln und fand direkt im Kraut kleine weiße Flecken. Meine linke Rute mit einer einzelnen Crazy Nut legte ich dort ab mit nur 10-15 Nüssen als Beifutter. Dei anderen 2 Ruten warf ich auf 10,5m und 7m Tiefe mit einem Schneemann und einem Poppi. Ich fütterte sehr zentriert pro Rute 2 Hände Oldschool Fisch die ich in KiBa liquid gesoakt habe. Um 5 Uhr klingelte der Wecker und ich machte mir eine Tasse Yorkshire tea mit ein bisschen Milch und beobachtete das Wasser. Viele Fische sind in den Bereichen über meinen Ruten gebuckelt. Es sah perfekt aus. Kurze Zeit später lief meine Rute die ich im Flachwasser abgelegt habe ab. Ich ging zur Rute und spürte starken Druck, der Fisch schwamm sich im Kraut fest also ging ich auf die Insel um den Winkel zu ändern. Der Fisch kam frei doch kurz vor dem Kescher schlitze er aus. Thats Life.... Deprimiert stand ich noch kurz auf der Insel bis ich auf einmal das knattern meiner Baitrunner hörte.Ich bekam eine zweite Chance, ich wartet durchs Wasser und nahm meine rechte Rute auf. Es begann das selbe Spiel. Der Fisch steckte mehrfach im Kraut fest doch am Ende konnte ich ihn in Ruhe ausdrillen im Flachwasser. Ich sah den Fisch mehrfach, es war ein langer dunkler Schuppi. Als ich den Fisch kescherte war ich überglücklich da es endlich nach einer langen Durststrecke bergauf ging. Als der Fisch auf der Matte lag konnte ich schnell erkennen, dass es einer meiner Zielfische war. Der erste Fisch an diesem Gewässer war direkt einer der Zielfische. Es lief!

Die nächste Woche ging schnell vor rüber und am Freitag sollte es wieder los gehen. Am Abend kurz bevor es dunkel wurde dann das erschreckende. 16 Karpfenangler auf 8ha Wasserfläche. Wie vermutet ging die Nacht nichts. Ich überlegte was ich machen sollte. Am Ende fand ich mich in der letzten Ecke des Sees wieder. Dort war der Angeldruck am geringsten. Ich brachte die Ruten raus mit der selben Taktik wie am vorherigen Wochenende und fischte super schlaffe Schnüre um die Fische nicht zu verstören. Nachdem die Ruten lagen legte ich mich auf meine Liege und bin kurze Zeit später eingenickt. Doch ich wurde vom besten Wecker der Welt geweckt. Ich bekam einen heftigen Run auf meiner rechten Rute. Dort hatte ich ein paar Nüsse gesoakt in Der Gerät Liquid gefüttert. Ich hatte den richtigen Riecher und die Taktik ging auf. Kurze Zeit später lag ein kleiner Spiegler von ca. 8kg im Kescher.


Die Rute wurde wieder gelegt und nachgefüttert. Eine Stunde später das selbe Spiel..... Biss ! Nach kurzem Drill lag ein Graser der 12kg+ Klasse in meinem Kescher der direkt wieder schwimmen durfte. Die ganze Nacht über ging nichts bis ich um 7 Uhr morgens von ein paar Piepsern geweckt wurde. Die Schnur meiner linken Rute wurde immer straffer und ich nahm die Rute auf. Der Fisch zog nach links hinter einer großen Weide wo er sich dann festsetzte. Ich macht Druck und der vermeindliche Graser kam frei. Kurze Zeit später kam der Fisch an die Oberfläche und ich erkannte das es ein fetter Schuppi war. Als der Fisch dann im Kescher lag konnte ich erkennen, dass es der "Cut Tail Common" war. Mit 18,2 kg der größte Schuppi in diesem Gewässer. Wieder einmal konnte ich mein Glück kaum fassen. Trotz der vielen Angler fing ich. Für mich war das Wochenende gelaufen und ich packte mehr als zufrieden ein.


Hard work payed off !


Es war Ende Mai und Ich war super zufrieden.


Was die letzten 2 Wochen passierte war unbeschreiblich 2 der 3 großen Schuppis waren auf meiner Habenseite. Die Fische laichten und ich gab mir und den Fischen eine Auszeit. Ich wusste jetzt geht es richtig ab. An dem Wochenende nachdem die Fisch laichten ging es Freitags wieder los. Ich fischte an einer Stelle die nur unweit von dem Areal weg lag wo die Fische gelaicht haben. 2 Ruten warf ich auf eine Landzunge nur 10m auseinander. Ich fütterte dort rund 3kg Bloodworm Boilies . Meine rechte Rute tauchte ich auf ca 2,5m ab. Ich fand im Kraut Fraßlöcher. Ein einzelner Bloodworm mit einer kleinen handvoll halben und ganzen Boilies machten die Falle perfekt. Die Sonne ging unter und ich bekam auf meiner mittleren Rute die mit einem Bloodworm bestückt war einen Lauf. Nach hartem Drill lag ein alter uriger Spiegler von 14kg im Netz.



Um 4 Uhr bekam ich einen Biss auf die Rute dich ich abgetaucht habe. Der Gegner am Ende schwamm hinter einen Busch, sodass ich um den Busch schwimmen musste um ihn sicher zu landen. Nach einem harten Drill lag ein schöner Schuppi von 15kg+ im Kescher.



Die Falle hat zugeschnappt.....

Ich sollte recht behalten und so lief es dann weiter. Um 7 Uhr dann der nächste Schuppi mit Mitte 20pf auf meiner linken Rute.

Am Nachmittag fing ich 4 Graser.
Da ich konstant Aktion hatte habe ich rund 5kg Bloodworm Boilies großflächig über meine 2 Ruten die nebeneinander lagen gefüttert. Die Aktion hatte nachgelassen doch am nächsten Mittag bekam ich auf der linken Rute die ich ein paar Meter abseits vom Platz gelegt hatte einen Biss.

Als ich den Fisch das erste mal gesehen habe konnte ich erkennen, dass es mein Nr.1 Zielfisch war. Ich fischte nun die 4. Saison an diesem See doch es war mir bis dato nicht möglich diesen bestimmten Spiegler zu fangen. Doch nach Minuten des bangen war sie mein.


"Stella"


Mein Erfolg sollte in den nächsten Sessions nicht abrechen, ich fing einige schöne Fische.
Es war mittlerweile Ende Juli und ich beschloss für 4 Nächte nochmal dort fischen zu gehen. In den ersten 2 Nächten wechselte ich 3 mal die Stelle. Ich konnte am 3 Tag einen großen Spiegler springen sehen. Schnell waren meine Sachen auf dem Trolly und ich ging dort hin wo der Fisch sprang. In der ersten Nacht fing ich Stella erneut mit 17kg. Am nächsten Tag wurde es sehr stürmisch. Nach weiteren Grasern konnte ich dann den nächsten Dicken überlisten in der letzten Nacht. Ein weiterer Zielfisch von mir, ein langer Spiegler mit Mitte 30pf namens "Lean Mirror"


Es war schon September und ich begann mir einen Futterplatz aufzubauen. Ich fütterte auf einem total einfachen Platz. Eine Ebene auf 6,5m die leicht mit Schlamm bedeckt war. 2 mal die Woche flogen 2-3kg Bloodworm Boilies in 14mm gesoakt im Bloodworm Additiv ins Wasser. Der Platz wurde schnell angenommen und ich fing auf Anhieb gute Fische. Darunter den "Cut Tail Common" und den "Lean Mirror" mit 17,7kg.


Gut im Futter dank der Bloodworm Boilies.


Ein doppelter Bloodworm Boilie brachte die meisten Bisse.


Die Zeit verging im Flug. Es war schon Mitte Oktober und ich nahm mir eine Woche Urlaub um an einer Kiesgrube zu fischen. Bewaffnet mit über 20kg Bloodworm Boilies konnte der Urlaub losgehen. Ich fing durch die Bank weg nur lange schlanke Schuppis von ca. 7-10kg bis auf einen Fisch. Ein kleiner wunderschöner Fully den ich am 3. Morgen fangen konnte.
Dieser Fisch war der Startschuss einer brutalen Session. Ich fing von da an konstant mehrere Fische täglich. Sie waren total auf dem Futter und bissen selbst beim spodden.


Lang und Schlank


Perfekt


An Halloween begab ich mich wieder einmal an mein Hausgewässer. Mit im Gepäck die neuen Jamaika Fruit Boilies . Es gab noch einen bestimmten Schuppi den ich unbedingt fangen wollte. Dieser Fisch war mein aller erster Boilie-Karpfen. Dieser Fisch sollte am Ende noch die Kirsche auf der Torte werden. Als er im Kescher lag war ich super happy.


Die Jamaikas haben vollen Dienst geleistet.
Den Letzten Karpfen fing ich Anfang Dezember. Ich fischte einen kleinen Waldsee. Ich fütterte 2 Liter Maden und 2 Hände Bloodworm Boilies und fischte 2 kleine Schneemänner über diesem 4 Quadratmeter kleinen Teppich. Ich fing 2 wunderschöne Spiegler. Einen schöneren Jahresabschluss hätte es für mich nicht geben können.


Der letzte für 2015
Rückblickend kann ich sagen, dass ich eine sehr gute Saison hatte. Ich wünsche euch Lesern viel Erfolg in 2016.


Tight lines and wet nets

Malte


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