Karpfenangeln, Karpfen-Blog, Knoblauch-Fisch BoilieSpiegelkarpfen, Schuppenkarpfen

Anfangs war ich mir nicht sicher, ob ich wirklich Fischen gehen sollte, da ich nachts kein Auge zu bekommen habe. Aber was solls! Tackle ins Auto geworfen und ab an den See.
Nach dem Aufbauen, wurden erstmal die Ruten blindlinks in Richtung Spod geworfen ohne Futter hinterher. Sollte das erstmal reichen bis ich meinen Schlaf nachgeholt habe. Gesagt getan, ich schlief sofort ein, wie solls anders sein?! Daheim bekommt man keinen Schlaf und am See ist man innerhalb von Sekunden weggeratzt.
Jedoch wurde aus einem erholsamen stundenlangen Nickerchen doch nichts.
Nach nichteinmal einer Stunde lief meine Distanzrute ab. Niemand rechnete ernsthaft damit, war die Temperatur doch innerhalb eines Tages um 10° gefallen.

Jedoch sollte das nicht der einzigste Fisch an dem Tag bleiben. Nein, nein ... Im nachhinein betrachtet, hätte ich mich selbst Ohrfeigen können, wenn ich nicht an den See gegangen wäre! Es lief alles perfekt, der erste Wurf saß perfekt & keine 10 Minuten später ertönte der Bissanzeiger. Recht zögerlich nahm der Fisch beim Biss Schnur, was sich aber schlagartig änderte. Mein Gegenüber riss sofort etliche Meter Schnur von der Rolle und zog wie soll es auch anderst sein, direkt in die versenkten Bäume im Freiwasser. Aber wie durch Gotteshand hielt er kurz davor an, machte kehrt und zog daraufhin unbeindruckt seine Bahnen. Jedoch dachte ich zuerst das es ein etwas kleinerer Schuppi wäre und wollte ihn noch im Wasser abhaken. Mein Kollege boxte mich und sagte: "Alter, willst du mich verarschen?! Du hast den Großen Schuppi am Haken und willst ihn im Wasser abhaken?!"

Kaum hat er den Satz beendet, legte er wie in gewohnter Manier los, wie eine Dampflok und grub den kompletten Gewässergrund um!
Ansich lief alles wie am Schnürchen, bis sich die Schnur in den Wurzeln verhedderte, was dazu führte, das wir umgehend versucht haben ihn zu keschern, was sich als minimalen Fehler erwies, da er direkt auf der Abhakmatte genauso weiter machte, wie er im Wasser aufgehört hatte.
Also was merken wir uns? Immer schön den Karpfen ausdrillen, dann hat man auf der Matte weniger Stress! ;)


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